Ergebnisse der Telefonbefragung 2023 des Verkehrsministeriums: Große Mehrheit für klimafreundliche Mobilität

Alle zwei Jahre befragt das Verkehrsministerium die Menschen im Land zu ihren verkehrspolitischen Einstellungen. Nun liegen die repräsentativen Ergebnisse vor: Besonders wichtig ist der Bevölkerung ein gutes und zuverlässiges Bus- und Bahnangebot.

Seit 2015 lässt das Verkehrsministerium alle zwei Jahre die Bevölkerung Baden-Württembergs zu ihren verkehrspolitischen Einstellungen befragen. Dazu gehört die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel oder Wünsche zur Verkehrsplanung. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Erhebung war die Bedeutung von Klimaveränderungen. Dabei bleibt die Unterstützung für eine klimagerechte Verkehrspolitik hoch – die Krisen der letzten Jahre führen nicht zu Müdigkeit oder Ablehnung.

Könnten die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg eigenständig darüber entscheiden, wie die finanziellen Mittel im Verkehrsbereich eingesetzt werden sollten, würden sie diese am liebsten in ein besseres Bus- und Bahnangebot investieren. Das gaben 42 Prozent der Befragten in einer vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführten repräsentativen Telefonbefragung (PDF) im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg an. Für mehr Investitionen in Radverkehrsanlagen setzen sich 19 Prozent der Befragten ein, für den Ausbau der Straßen nur neun Prozent.

Mehrheit für Mobilitätsgarantie und Mobilitätspass

Verkehrsminister Hermann sieht mit der Umfrage die Arbeit des Verkehrsministeriums bestätigt: „Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen insgesamt, dass viele Menschen im Land klimafreundlich unterwegs sein möchten. Viele sind sogar dazu bereit, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und weil Ihnen das Angebot zusagt. Insbesondere eine gute und flächendeckende Anbindung durch den öffentlichen Verkehr stößt auf große Zustimmung. Das zeigt uns, dass wir mit der Mobilitätsgarantie auf dem richtigen Weg sind.“

Eine Mobilitätgarantie für Baden-Württemberg würde garantieren, dass von fünf bis 24 Uhr in ländlichen Räumen alle 30 Minuten und in der Stadt alle 15 Minuten eine ÖPNV-Anbindung existiert. In der Umfrage befürwortete eine deutliche Mehrheit (82 Prozent) die Mobilitätsgarantie. Unverändert zu 2021 äußern 75 Prozent die Bereitschaft, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs selbst finanziell zu unterstützen, sofern der Betrag für ein Abo des Nahverkehrs anrechenbar wäre – so sieht es der Mobilitätspass vor, der als Bestandteil des Landesmobilitätsgesetzes 2024 in die Anhörung gehen und anschließend dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

Weitere Ergebnisse der Befragung

  • Klima beschäftigt Bürger:innen
  • Einstellung zum Auto und zu selbstaktiver Mobilität
  • Elektromobilität zieht – trotz erheblicher Bedenken – weiter in den Alltag der Menschen ein
  • Wunsch nach Mitbestimmung

Hierbei wird deutlich, dass der Umbau zu lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsmitten auch in 2024 ein zentrales Thema des Verkehrsministeriums ist. Innerörtliche Tempolimits werden dabei im Zuge einer Lärmbelastungsreduktion von der Mehrheit der Befragten befürwortet. Weitere Informationen zu innerörtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen können unserer aktuellen Handreichung entnommen werden: Handreichung innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzungen (PDF)

Ergebnisse aus der Klimakommunikation zeigen, dass Bürgerinnen und Bürger insbesondere an die Politik die Erwartung stellen, Maßnahmen zum Klimaschutz als treibende Kraft umsetzen. Sie sehen die Gesetzgebung und die Politikerinnen und Politiker in der Verantwortung, einen klaren Orientierungsrahmen vorzugeben. 2024 könnten das Landesmobilitätsgesetz und das Landeskonzept Mobilität und Klima für die Umsetzung der Verkehrswende in Baden-Württemberg verabschiedet werden. Das Ziel ist, bis 2030 die Kohlenstoffdioxid(CO₂)-Emissionen im Verkehrssektor um 55 Prozent zu reduzieren.

Dem Ergebnisbericht der Telefonbefragung können weitere Details sowie der Vergleich zu den Vorjahren und zwischen verschiedenen soziodemografischen Gruppen entnommen werden.

Weitere Informationen: Umfrage zur Mobilität in Baden-Württemberg: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg

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