4. Seminar zu den Maßnahmen im Aktionsplan für Mobilität, Klima- und Lärmschutz

Das Seminar in den Räumen des Goethe Instituts

Mit dem vierten Seminar der Reihe zu den Maßnahmen im Aktionsplan für Mobilität, Klima- und Lärmschutz fand am 20. November im Goethe-Institut in Schwäbisch Hall ein inspirierender und praxisnaher Fachtag seinen Abschluss in diesem Jahr. Rund um die Leitfrage, wie Mobilitätsmaßnahmen konkret geplant, priorisiert und erfolgreich umgesetzt werden können, kamen kommunale Fachleute, Planer*innen und Interessierte zusammen. Das vielseitige Programm aus Fachimpulsen, Workshops und Exkursion bot den idealen Rahmen für Erfahrungsaustausch und neue Denkanstöße.

Der Tag begann mit einer Begrüßung durch den Verkehrsplaner der Stadt Schwäbisch Hall, Damian Boll, der den Stellenwert klimafreundlicher Mobilität für Schwäbisch Hall betonte. Anschließend führte Sören Bröcker (Kompetenznetz Klima Mobil) in das Seminar ein und stellte die Bedeutung einer gut strukturierten Maßnahmenplanung heraus.

Fachliche Inputs

Bauass. Dipl.-Ing. Juliane Krause (plan&rat)
sowie Dipl.-Ing. Dirk Ohm und Dipl.-Ing. Oskar Emanuel (IVAS) gaben konkrete Beispiele, wie Kommunen ihre Verkehrs- und Klimaschutzziele wirksam verknüpfen können. Besonderer Fokus wurde auf die Anpassung der Ampelschaltungen, die Einführung von Tempo 30, die Begrünung und Klimawandelanpassung im Straßenraum, die Stärkung des Einzelhandels und auf Mobilitätsstationen gelegt. 

In die gesellige Mittagspause ging es dann für die Teilnehmenden mit vielen neuen Inspirationen, Ideen für die eigene Kommune oder auch konkreten Rückfragen and die Kolleg:innen. Auch der persönliche Austausch und das Kennenlernen kamen bei Österreichischer Küche nicht zu kurz. 

Kreativeinheit

Am Nachmittag folgte eine praxisorientierte Einheit, in der die Teilnehmenden kreative Wege zu Beteiligung, Leitlinienentwicklung und Maßnahmenpriorisierung entwickelten.
Es wurden unter anderem folgende Fragen diskutiert und Lösungsansätze anschließend dem Plenum vorgestellt: 

  • Die Akzeptanz einer Maßnahme ist für den Erfolg essentiell. Wie Begeistere ich die Bürger:innen für neuen Maßnahmen / Angebote. 
  • Von Begeisterung über Beteiligung bis hin zu Verantwortung – kann ich so die Maßnahmen erfolgreicher gestalten? Wie übertrage ich emotionale Verantwortung? 
  • Für die Leitlinien im Aktionsplan für Mobilität, Klima- und Lärmschutz brauche ich die übergeordnete Zusammenarbeit des Landkreises, des Landes und des Bundes. Wie bekomme ich in der Gemengelage einen Fokus und ein gutes Zusammenarbeiten? 

Exkursion

Ab 15 Uhr führte Damian Boll von der Stadt Schwäbisch Hall durch ausgewählte Bereiche des Stadtgebiets.

Als eine Station präsentierte die Stadt die erst wenige Tage zuvor eingeweihte neue Radsammelschließanlage “Im Haal”, inkl. RadService Punkt – gefördert mit 32.200 Euro durch das Land Baden-Württemberg. Hier können nun Kund:innen der Geschäfte in der Innenstadt ihr Fahrrad während der Besorgungen kostenfrei, sicher und geschützt abstellen und ganz nebenbei noch überschüssiges Gepäck einschließen sowie die Akkus des E-Bikes oder Handy laden.  

Abschluss

Ein herzlicher Dank gilt den Referentinnen und Referenten,  allen Teilnehmenden, die den Tag durch ihren Austausch bereichert haben sowie der Stadt Schwäbisch Hall für die großartige Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in die kommunale Mobilitätsplanung. 

Mit dem Seminar in Schwäbisch Hall endet die erste Runde der Seminarreihe. Bereits in Mengen (LK Sigmaringen), Bruchsal (LK Karlsruhe) und Aldingen (LK Tuttlingen) kamen zahlreiche Kommunen zusammen, um den Weg zu klimafreundlicher Mobilität aktiv zu gestalten.

Im Jahr 2026 soll die Seminarreihe in leicht angepasster Form fortgeführt werden – die neuen Termine werden zeitnah veröffentlicht.

Wir freuen uns schon jetzt auf den weiteren Austausch und darauf, gemeinsam gute Mobilität für Baden-Württemberg voranzubringen.

Impressionen des Seminars in Schwäbisch Hall