Acht Kommunen, zahlreiche Fortschritte und viele neue Impulse: Mit der Abschlussveranstaltung am 1. Juli 2026 ging die erste Runde des „Programms Startklar zum Klimamobilitätsplan“ für Kommunen über 50.000 Einwohnende des Kompetenznetz Klima Mobil erfolgreich zu Ende.
Die vergangenen zwölf Monate haben die Städte Albstadt, Heilbronn und Schwäbisch Gmünd sowie die Landkreise Böblingen, Calw, Konstanz, der Enzkreis und der Neckar-Odenwald-Kreis genutzt, um die Vorbereitung von Klimamobilitätsplänen in ihren Verwaltungen und politischen Gremien voranzubringen. Während einige Kommunen konkrete Schritte in Richtung eines Klimamobilitätsplans eingeleitet haben, stand bei anderen zunächst die fachliche Orientierung sowie die interne Auseinandersetzung mit den Chancen und Anforderungen des Instruments im Fokus. Die Erfahrungen aus dem Programm zeigen: Das Interesse an Klimamobilitätsplänen wächst, die Motivation in den Kommunen ist hoch – und vielerorts wurden wichtige Weichen für die nächsten Schritte gestellt.
Austausch, Orientierung und Rückenwind für die nächsten Schritte
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung blickten die Teilnehmenden gemeinsam auf die vergangenen Monate zurück. In einer interaktiven Evaluation wurden die Erfahrungen aus dem Programm zusammengetragen, reflektiert und diskutiert. Besonders positiv hervorgehoben wurde das Startklar-Programm als wertvolle Vernetzungs- und Austauschplattform, die den kommunalen Erfahrungsaustausch gefördert und neue Kontakte ermöglicht hat.
Darüber hinaus wurden die praxisnahen Arbeitshilfen sowie die fachlichen Impulse für die Auseinandersetzung mit Klimamobilitätsplänen geschätzt. Viele Teilnehmende berichteten von einem deutlich gewachsenen Verständnis für die Ziele, Anforderungen und Potenziale von Klimamobilitätsplänen. Das Programm habe wichtige Orientierung gegeben und den Einstieg in die weitere Befassung mit dem Thema deutlich erleichtert.
Als wesentlicher Erfolgsfaktor wurde die Unterstützung auf Leitungs- und Entscheidungsebene hervorgehoben. Dort, wo Verwaltungsführung und Politik den Prozess aktiv begleiten, konnten Klimamobilitätspläne leichter in der Organisation verankert und wichtige Voraussetzungen für die nächsten Schritte geschaffen werden. Das Engagement auf Leitungsebene wurde daher als wichtige Grundlage für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Themas gesehen.
Der Plan.Check war definitiv ein Argument, um am Startklarprogramm teilzunehmen. Die regelmäßigen Termine für 1:1-Gespräche waren notwendig, um den Prozess voranzubringen.
Moritz Kirczek, Landkreis Böblingen
Ein zentrales Ergebnis der Abschlussveranstaltung: die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Kommunen möchte das Thema weiter vorantreiben. Sie alle haben bereits nächste Schritte definiert, die im Rahmen der Abschlussveranstaltung vorgestellt wurden. Konkret reichten sie von der Vorstellung in verschiedenen Gremien über politische Beschlüsse bis hin zum Start der eigentlichen Planerstellung mit Beauftragung und erster Beteiligung.
Heilbronn und Landkreis Konstanz: Vom Startklar-Programm zur konkreten Planerstellung
Besonders weit fortgeschritten ist die Stadt Heilbronn. Dort befindet sich der Klimamobilitätsplan bereits in der Erstellung, und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern wurde erfolgreich gestartet.
Das 1:1 und die Klimamobilitätsplan.Lotsin waren extrem hilfreich. Vor allem in der Phase der Ausschreibung erwies es sich als äußerst wertvoll, auf die Fachexpertise des Kompetenznetz Klima Mobil zurückgreifen zu können.
Fabian Münzing, Stadt Heilbronn
Auch der Landkreis Konstanz macht den nächsten Schritt: Nach einem einstimmigen politischen Beschluss kann nun die Erarbeitung des Klimamobilitätsplans beginnen. Damit wird deutlich, dass die im Programm angestoßenen Prozesse zunehmend in konkrete Planungsphasen übergehen.
Obwohl unsere Teilnahme am Startklar-Programm zunächst eher zufällig zustande kam, hat sich daraus viel bewegt. Der Landkreis und die beteiligten Kommunen haben die Chancen erkannt, die sich aus dem Startklar-Programm und dem Klimamobilitätsplan ergeben. Damit ist aus einem ersten Impuls ein konkreter Schritt für die zukünftige Mobilität im Landkreis Konstanz geworden.
Luca Bühler, Landkreis Konstanz
Positive Bilanz nach einem Jahr „Startklar zum Klimamobilitätsplan“
Ein Jahr Startklar-Programm zeigt: Das Thema integrierte Verkehrsplanung ist in vielen Kommunen angekommen. Die Karte der Klimamobilitätspläne macht diese Entwicklung sichtbar und zeigt, wie das Instrument in Baden-Württemberg zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Mit dem Abschluss von „Startklar zum Klimamobilitätsplan“ endet daher nicht die Arbeit – vielmehr wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Programm hat Kommunen praktische Impulse für den Einstieg gegeben, den fachlichen Austausch gestärkt und die Grundlage für die weitere Umsetzung vor Ort geschaffen.
Auch für das Kompetenznetz Klima Mobil geht die Arbeit weiter: Die Erkenntnisse und Rückmeldungen aus dem ersten Programmjahr werden genutzt, um die Unterstützungsangebote zum Klimamobilitätsplan gezielt weiterzuentwickeln.
Was ist das Startklar-Programm?
Mit dem Startklar-Programm wurden Kommunen dabei unterstützt, den Einstieg in die Erstellung von Klimamobilitätsplänen erfolgreich zu gestalten. Ziel des Programms war es, den Austausch zwischen Kommunen zu fördern, Orientierung zu bieten und die Teilnehmenden bei den ersten Schritten auf dem Weg zu einer klimaschutzorientierten Mobilitätsplanung hin zum Beschluss für die Erstellung zu begleiten.
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